Das nennt man wohl Timing. Viel aktueller hätte der Heimatabend im September gar nicht sein können. Eingeladen war Peter Frymuth, Vizepräsident des DFB und Präsident des Fußballverbandes Niederrhein. Eigentlich wollten wir über die Situation des Frauen- und Männerfußballs in Deutschland im allgemeinen reden. Doch dann hat der DFB einen Tag vor unserem Heimatabend Bundestrainer Hansi Flick freigestellt. Und so konnten wir brühwarm knapp 27 Stunden später aus erster Hand erfahren, wie das zustande gekommen war.
Denn an der ersten Entlassung eines Bundestrainers war auch Peter Frymuth als Vizepräsident beteiligit, war Teil der entscheidenen Konferenz, die schließich einstimmig gegen Flick entschieden hat.
Und so ging es im Brauhaus am Dreieck knapp zwei Stunden lang rund um die Probleme aber auch deren Lösung beim größten Sportverband der Welt mit seinen über 7 Millionen Mitgliedern. Peter Frymuth stellte sich den Fragen der rund 35 anwesenden Jonges und blieb im Gespräch mit Vizebaas Piet Keusen stets souverän.
Zum Anfang ging es nicht mal um Fußball, da stand eine Gratulation und Huldigung an die gerade Weltmeister gewordene Basketball-Nationalmannschaft. „Den Einsatz und die Leidenschaft, die ich bei den Basketballern gesehen habe, die vermisse ich bei der Fußball-Nationalmannschaft“, sagte Frymuth.
Es entwickelte sich ein interessantes Gespräch rund um die Herren, Damen- und U21-Nationalmannschaft, die in diesem jahr allesamt die Erwartungen nicht erfüllt haben. Auch bei kritischen Fragen unserer Fußballinteressierten jonges blieb Frymuth ruhig und versuchte zu erklären, wie Lösungen im DFB gesucht und gefunden werden. Er erklärte auch die Vorteile aus seiner Sicht der viel diskutierten Jugendspiele ohne Ergebnisse, die sogenannnte neue Spielform und klärte viele falsch transportierte Gerüchte auf. So werded nicht in allen Jugendmannschaften ohne Ergebnis gespielt sondern nur bei den kleinsten. „Und glauben Sie mir“, so Frymuth, „nur weil Tore nicht gezählt werden sollen, weiß am Ende doch jeder, wer gewonnen hat.“ In Düsseldorf werden die ergebnisse der Bambini und F-Junioren übrigens schon seit Jahren nicht mehr gewertet.
Auch auf Seine Zeit als Fortuna-Präsident blickte Peter Frymuth kurz zurück und erklärte dann auf Nachfrage als derzeitiges Mitglied des Aufsichtsrates beim Zweitligisten unter anderem, warum der Transfer von Simon Zoller gescheitert war. Nach knapp zwei Stunden beendete Vizebaas Piet Keusen das Gespräch, überreichte die Ehrengabe des Vereins an den Referenten und die Jonge bedankten sich mit viel Applaus.
Vor dem Gespräch mit Peter Frymuth gab es wie immer aktuelle Informationan aus dem Heimatverein. Vorstandsmitglied Christian Feies berichtete etwa zum Stand der Vorbereitung des großen Martinsumzuges am 3. November. Pferde und Musik sind bereits bestellt, jetzt werden noch Helfer gesucht, die etwa morgens die Absperrungen am Frankenplatz aufbauen, im Zug mitlaufen oder am Ende beim Abbau helfen. Vizebaas Piet Keusen zog eine positive Bilanz des Familienfestes an der Buscher Mühle, mit dem sich der Heimatverein bei seinen Nachbarn und Freunden wieder positiv in Erinnerung gebracht hat.
Ebenfalls sehr posiitv: Unser Mitglied Gernot Schinke, der am Januar-Heimatabend verhindert war, wurde von den anwesenden Mitgliedern mit viel Applaus bedacht.Den hatte er im Januar verpasst, als er eigentlich für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt werden sollte. Wir sind froh, dass wir die Ehrung jetzt persönlich nachholen konnten. Er bedankte sich mit einer großzügigen Spende für den Heimatverein.

