Anette Klinke beim Heimatabend

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Premiere gelungen. Mit einem bisschen Lampenfieber eröffnete Piet Keusen am 8. April 2024 den Heimateband der Derendorfer Jonges in der Buscher Mühle. Denn das Heimspiel war gleichzeitig eine Premiere. Knapp einen Monat nach seiner Wahl leitere er seinen ersten Heimatabend als Baas. Mit einem Blick in viele vertraute Gesichter wich aber schnell die Nervosität. Schließlich war das Programm des Abends gut vorbereitet.

Los ging es mit dem traditionellen Eierkippen im April, Jongeskönig-Axel Horn hatte 120 bunte Eier von Gut Aue, Brote und Schmalz gestiftet. Piet Keusen begrüßte zum Auftakt die Ehrenmitglieder Brigitte Zowislo und Dagmar Gatzen sowie die Ehrenvorstände Manfred Hebenstreit und Ernst Dominick. Danach berichtete er von der konstituierenden Vorstandsitzung, auf der Guido Kullig zum Hleferbeauftragten wurde. Er koordiniert in Zukunft die Einsätze bei Festen und Veranstaltungen.

Danach ging es zum eigentlchen Hauptteil des Abends: Drei Jahre nach ihrer Wahl hat sich Bezirksbürgermeisterin Annette Klinke bei den Derendorfer Jonges vorgestellt. Das war schon länger geplant, hat aber aus verschiedenen Gründen bisher nicht geklappt. Umso herzlicher war das Treffen jetzt. Die Grünen-Politikerin stellte sich und ihren Posten zunächst vor und berichtete dann von ihrer alltäglichen Arbeit.
Die Bezirksvertretung ist wie der Stadtrat gewählt, die Mehrheitsverhältnisse dort sind aber etwas anders gelagert. Während im Rat eine Kooperation von CDU und Grünen die Mehrheit hat, so arbeiten in der Bezirksvertretung 1 die Grünen mit der SPD und der Linken zusammen. Das war vielen Zuhörern vorher nicht klar.

Dann ging es los mit den großen Themen. Die geplante Flüchtlingsunterkunft in Golzheim, das große Hochhaus am BV 04 und den Hochhausrahmenplan am Kennedydamm, den Großmarkt, die Oper, die Königsallee, wegfallende PArkplätze. Man merkte schnell, dass Annette Klinke bei den Themen gut informiert war. Sie erläuterte ihre Haltung mal mit, mal ohne Parteibrille und erläuterte bei kontroversen Themen, warum so oder anders entschieden wurden. Auf Kritik ging sie ein, stellte Gegenfragen, machte sich notizen für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung.

Munter wurde diskutiert und schnell fand jeder ein Thema aus der eigenen Nachbarschaft: Bauvorschriften am Kittelbach, die Zukunft des Ernst-Gnß-Hauses, Durchfahrt Dreieck, die Probleme mit Uber-Fahrern, die Versenkung von Altglas- und Altpapiercontainern an der Schwerinstraße, der unvollständige Abriss des Gebäudes Ecke Roßstr./Tannenstr. wegen Denkmalschutzes, die Bebauung Mörsenbroicher Ei oder Anwohnerparken am Sprinterwerk. Zu macnehn Fragen konnte Annette Klinke direkt etwas sagen, andere nahm sie mit in ihre Gremien, um sich zu informieren.

So funktioniere nämlich Bürgerbeteiligung. Politiker, sei es im Stadtrat oder in der Bv, könnten nur aktiv werden, wenn Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern an sie herangetragen werden. Sie rief deshalb dazu aus, bei Problemen eine E-Mail an die BV1 zu schreiben, diese würde dann bearbeitet und oft könnte durch Anfragen an die Stadtverwaltung einiges erreicht werden.

Nach knapp anderthalb Stunden beendete Piet Keusen das Gespräch und bedankte sich mit der Ehrengabe der Derendorfer Jonges bei Anette Klinke für einen interessanten Abend.

Alle Informationen zur Bezirksvertretung 1 für Derendorf, Pempelfort und Gozheim gibt es im Internet unter www.duesseldorf.de/bv/01
Dort gibt es auch eine Liste aller Mitglieder und vertretenen Parteien.