Werkstattbesuch Marstallgiebel am 31.05.2017

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Voller Bewunderung  stehen Dr. Cornelia Weyer, Dipl. Restaurator Jürgen Bandsom und Kulturdezernent Hans-Georg Lohe (vl), vor dem  etwa 14 Meter breiten und etwa fünf Meter hohen Marstallgiebel, der einst den Pferdestall des kurfürstlichen Hofes neben Schloss Jägerhof zierte.

Dem  Heimatverein Derendorfer Jonges wurde nach jahrelangen Bemühungen um die Rettung des barocken Kunstwerkes ein Wunsch erfüllt. Heute war nun der Tag gekommen, an dem die Jonges sich von der Fertigstellung der Restaurierung überzeugen konnten.

Gabriel de Grupello hatte den Giebel geschnitzt, der unter anderem Jagdszenen und Symbole zeigt. Der Giebel war an der Orangerie neben Schloss Jägerhof angebracht und bei einem Bombenangriff 1943 teilweise zerstört worden. Die einzelnen Teile landeten schließlich in einem Keller von Schloss Benrath und wurden von Architekturprofessor Klaus Pfeffer dort entdeckt – mit vielen Feuchtigkeitsschäden.

Zusammen mit den Derendorfer Jonges erreichte Pfeffer, dass die Stadt den Giebel sanierte. Die Einzelteile des hölzernen Giebels wurden im Restaurierungszentrum der Stadt mit Stickstoff begast, um Holzinsekten abzutöten. Danach wurden die Einzelteile wieder zusammengesetzt. So stellten die Fachleute fest, dass der Giebel restauriert werden kann.

Jetzt wird ein Standort gesucht. Im Gespräch sind mehrere, darunter auch die Fläche neben Schloss Jägerhof, auf der einst der Marstall Jan Wellems stand.