Heimatabend mit Ex-Prinz

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Einen besseren Gast hätten wir uns zum November-Heimatabend am Vorabend des Hoppeditzerwachens gar nicht wünschen können. Andreas Mauska, der ehemahlige Prinz Karneval der Landeshauptstadt Düsseldorf und Präsident der KG Regenbogen nahm die 44 Gäste im Brauhaus am Dreieck mit seiner offenen Art ganz schnell für sich ein, erzählte intime Details aus seiner Regentschaft und sorgte so für einen tollen Einstieg in die neue Karnevalssession.

Mauska war Prinz in der Jubiläumssession und erfuhr das schon zwei Jahre vorher. „Es war ganz schön schwer, sich nicht zu verplappern“, gestand er. Er hats aber geschafft und bei der Premiere sogar noch für eine Überraschung gesorgt. Zur Vorstellung im Rathaus erschien er nämlich in zivil und verwirrte so die Gäste, die fest mit ihm als neuem Prinz gerechnet hatten. „Manche beschwerten sich, dass sie ihre Wette verloren hatten“, lachte Mauska. „Dann verschwand er durch die Hintertür und stand plötzlich doch auf der Bühne. Zur Überraschung aller.

Mit Geschichten über das Ornat, die Narrenkappe mit acht Fasanenfedern, seine Venezia und die Kürung ging es weiter. 350 Auftritte hatte Prinz Andreas gemeinsam mit seiner Evi absolviert. Alle in einer schicken S-Klasse mit Wimpel vorn drauf. „Das hatte schon etwas“, so Mauska, „Das Auto war der Ruhepol zwischen den Auftritten.“ Allerdings war nicht alles Gold, was glänzt. Denn morgens zur Begrüßung gab es immer einen Killepitsch. „Denn alle waren der Meinung, das trinkst, du, die über 100 Kräuter tun dir gut.“

Die 350 Auftritte waren ein „Kracher“. Da war alles dabei, Seniorenheime, Schulen, Kindergärten, Vereine. „Es war eine wunderschöne Zeit!“ Die endete dann am Vorabend des Aschermittwochs. „Da steht man am Rathaus und bekommt die Narrenkappe abgenommen. Da sind einige sehr traurige Bilder entstanden. Das war emotional eine richtig große Nummer. Ich bin dem Düsseldorfer Karneval sehr dankbar, dass ich all das erleben durfte.“

Die Gäste dankten dem Prinzen für den tollen Vortrag und stellten noch lange einige spannende Fragen, so dass sich eine angeregte Diskussion rund um den Karneval, die KG Regenbogen und das Prinzdasein entwickelte. Es gab danach großen Applaus und zum Dank für diesen Vortrag überreichte Baas Piet Keusen die Ehrengabe der Derendorfer Jonges.

Der Heimatabend hatte mit einer Totenehrung der 44 anwesenden Mitglieder für unser verstorbenes Mitglied Willy Krüger begonnen, der im Oktober im Alter von 95 Jahren verstorben war. Danach zog Vizebaas Christian Feies eine zufriedene Bilanz des St. Martinszuges durch Derendorf. Der Baas berichtete zum Stand der Heizungsreparatur in der Buscher Mühle, Ralf Groß erzähle von der Arbeit im Archiv und lud noch einmal eindringlich alle Jonges ein, sich die Räume an der Schwerinstraße einmal anzusehen, Anschließend wurde mit Dirk Schiffer ein neues Mitglied aufgenommen. Schiffer ist aktueller Regimentskönig des St. Sebastianus Schützenvereins Derendorf und Mitglied der Gesellschaft St. Paulus. Anschließend übernahm der ehemalige Prinz Karneval und sorgte für einen wunderbaren Heimatabend.