• Derendorfer Regimentskönig ist ein Derendorfer Jong

    Peter Battel, der neue Regimentskönig des St. Sebastianus Schützenverein Derendorf 1655 e.V., ist nicht nur im Schützenwesen bekannt. Seit 1989 ist er Mitglied des Heimatvereins und seit vielen Jahren der Schießmeister bei unserem jährlichen Königsschießen.

    Kurze Zeit nach dem Königsschuss und lange Zeit vor der Gratulation mit unseren Lampions hatten wir das Glück, Peter Battel vorab zu gratulieren und kurz zu sprechen.

    Reiner Fischer, 1. Chef der Derendorfer Schützen, stellte Peter Battel am Abend den Schützen und den Gästen im Festzelt vor. Er erwähnte all die Aktivitäten, die Peter Battel im Schützenwesen innehatte und hat. Reiner Fischer stellte uns die Daten freundlicherweise zur Verfügung, die wir zum Teil hier gerne wiedergeben.

    Regimentskönigspaar Peter und Karin Battel von der Gesellschaft 1. Jäger

    Wer kennt unseren neuen Regimentskönig in Derendorf nicht?

    Peter ist 1959 geboren und seit 1970 Mitglied der Gesellschaft 1. Jäger und somit auch des Derendorfer Regimentes. Von Beruf ist Peter Angestellter bei der Stadt Düsseldorf.

    In seiner Gesellschaft war er im Jahr 1977 Schriftführer. Da aber das Schießen die große Leidenschaft von Peter ist, wurde er von 1983 bis 1989 in die Schießkommission seiner Gesellschaft gewählt. Nach einer Auszeit ist er seit 2009 bis zum heutigen Tag wieder in der Schießkommission.

    Weiterhin ist Peter seit 2004 in der Ordenskommission der 1. Jäger tätig.

    Im Jahr 1976 trat Peter dem Stabsoffizierscorps Derendorf bei. Hier war er von 1976 bis 1989 als Adjutant tätig. Von 1989 bis 2012 bekleidete er einen Majorsposten im Stabsoffizierscorps.

    Im Jahr 2012 wählten ihn seine Derendorfer Reiterkameradinnen und Schützenkameraden zum Oberstleutnant.

    Dass Peter treffsicher ist, bewies er in seiner Gesellschaft, da er 1986, 2002 und 2010 die Kompaniekönigswürde erringen konnte. Die Regimentssternkönigswürde konnte Peter 1986, 1988 und 1989 erringen.

    Für seine Verdienste um das Schützenwesen wurde Peter im Jahr 1988 mit dem „Silbernen Verdienstkreuz“ und im Jahr 1999 mit dem „Hohen Bruderschaftsorden“ ausgezeichnet.

    2003 wurde Peter der Schützenorden der Landeshauptstadt Düsseldorf verliehen.

    Weiterhin ist er noch 1. Vorsitzender des Reservistenverbandes Düsseldorf-Ost.

    Doch mit Vereinen hört es hier bei Peter immer noch nicht auf. Peter ist nämlich bei unserem Nachbarverein, dem Rather Bürgerschützenverein auch noch aktiv in der Gesellschaft Reiterfreunde Rath tätig. Hier ist er zur Zeit 1. Schießmeister. Bei den Reiterfreunden Rath war Peter 2. Kassierer, 2, Vorsitzender und 1. Vorsitzender.

    Neben dem Sommerbrauchtum ist Peter im Winterbrauchtum bei der KG Närrische I-Dötze als 1. Rittmeister aktiv.

    Hobbys von Peter sind die Familie, seine Vereine, Reiten und Schießen.

    Als Königin steht ihm in seinem Jahr als Regimentskönigin seine Ehefrau Karin zur Seite. Karin ist Bäckereifachverkäuferin bei einer großen Düsseldorfer Bäckereikette. Auch sie ist im Schützenwesen tief verwurzelt. Karin ist aktives Mitglied im Bürgerschützenverein Düsseldorf-Rath. Dort ist sie in der Damen Schießsportgesellschaft. In ihrer Gesellschaft hat sie seit 3 Jahren das Amt der 1. Schriftführerin übernommen. Im letzten Jahr konnte sie ihre Mitgliedschaft im Bürgerschützenverein Rath mit dem Erringen Regimentskönigswürde krönen. So steht ihr in ihrem Regimentsköniginnenjahr Peter als „schmückendes Beiwerk“ zur Seite.

     

    Bild von links nach rechts: Manfred Klösters, Martin Meyer, Peter Battel, Karl Behler, Franz-Josef Vopel und Karl-Heinz Gatzen

    Text: Manfred Klösters

  • Buscher Mühle mit Graffiti

    Buscher Mühle frisch renoviert zum Sommerfest

    Die Pächter der einzigen noch intakten Wassermühle auf dem Düsseldorfer Stadtgebiet, die Derendorfer Jonges, haben gute Nachrichten zu verkünden: Zum Sommerfest am 31. August 2013 präsentiert sich die vom Heimatverein gepachtete und betreute Buscher Mühle frisch renoviert. So hatte die Stadt Düsseldorf zunächst die Risse an den Außenwänden des denkmalgeschützten Gebäudes aufwändig beseitigen lassen. Mit Unterstützung der Brauerei Schlösser gestaltete der Düsseldorfer Künstler Patrick van den Heuvel auf einem Teil der Fassade ein farbenprächtiges Graffiti.

    Mauerkunst im Vorbeigehen gibt es jetzt an der Außenfassade der Buscher Mühle. Auf einem Teil des der frisch renovierten Mauerwerks hatten die Derendorfer Jonges mit Unterstützung der Brauerei Schlösser ein farbenprächtiges Graffiti gestalten lassen. Auf einer Fläche von rund 50 Quadratmetern hat der Düsseldorfer Künstler und Gestalter Patrick van den Heuvel die wichtigsten Jahreszahlen aus der fast 700jährigen Geschichte der Buscher Mühle angebracht.

     

    Seit mehr als 50 Jahren verbunden

    „Das sieht nicht nur schöner aus als die kahle Mauerfassade. Das kleine Kunstwerk zeigt, wofür unsere Buscher Mühle steht: Für gepflegte und zugleich lebendige Traditionen“, freut sich Baas Martin Meyer. „Unser Dank gilt der Brauerei Schlösser, die unseren Heimatverein seit einem halben Jahrhundert tatkräftig unterstützt und als Zeichen unserer Verbundenheit daher auch sichtbar in das Graffiti integriert ist.“

    „Unser Heimatgefühl und unsere Identifikation mit der Stadt Düsseldorf verbindet uns mit den Derendorfer Jonges. Wir fördern diesen überaus agilen Verein, weil er sich stetig für das Düsseldorfer Brauchtum einsetzt und dabei Gemeinschaft und Gemeinsinn stiftet“, so Marianne Kock, Pressesprecherin der Brauerei Schlösser.

    Seit dem Jahr 1992 läuft der Pachtvertrag der Derendorfer Jonges mit der Stadt Düsseldorf. Seither veranstaltet der Heimatverein immer wieder Feste und Aktionen, bei denen die Buscher Mühle im Mittelpunkt steht. Der alljährliche Höhepunkt ist das Sommerfest, zu dem die Derendorfer Jonges stets am letzten August-Wochenende einladen.

     

    Sommerfest an der Buscher Mühle Ÿ Samstag, 31. August 2013 Ÿ 11.00 bis 20.00 Uhr

    Beim sommerlichen Zusammentreffen von Freunden und Familien der Derendorfer Jonges ist natürlich auch die Brauerei Schlösser wieder mit von der Partie. Zum frisch-würzigen Schlösser Alt für die großen und alkoholfreien Getränke für die kleinen Gäste sorgen die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder wahlweise für herzhafte und süße Speisen. Dazu machen die vierköpfige Partyband „Die Fischgesichter“, „Der letzte Schrei“ – Düsseldorfs Kultband Nummer eins – und das Showorchester der „Swinging Funfares“ Programm.


    Buscher Mühle

    Die Buscher Mühle ist die einzige noch intakte Mühle auf dem Düsseldorfer Stadtgebiet. Die Wassermühle an der nördlichen Düssel stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Das Gelände gehörte bis zum Bau der Bahnstrecke zum Stadtteil Derendorf. Heute liegt die Buscher Mühle auf Düsseltaler Gebiet. Der Heimatverein Derendorfer Jonges von 1956 e.V. hat das idyllische Kleinod seit dem Jahr 1992 von der Stadt gepachtet, laufend renoviert und mit viel Engagement zu einem lebendigen Stück heimatlicher Tradition gemacht. Die Historie im Zeitraffer:

    1316    Den alten Buscher Hof, zu dem auch eine Mühle gehörte, hatte Johannes de Buscho inne.
    1790    Erste urkundliche Erwähnung der Buscher Mühle.
    1944    Fast völlige Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, bis auf Teile des Mühlenstocks.
    1956    Erste Arbeiten zum Wiederaufbau im Originalzustand durch die Stadt Düsseldorf.
    1979    Weitere Renovierungen durch die Stadt Düsseldorf als Eigentümer.
    1992    Pachtvertrag zwischen den Derendorfer Jonges und der Stadt Düsseldorf.
    2002    Aufnahme der Derendorfer Jonges als Mitglied im Rheinischen Mühlenverband.
    2012    200jähriges Jubiläum des Wasserrades der Buscher Mühle.



  • Bild vom neuen Jongeskönig 2013

    Jongesschießen 2013

    Gestern, am 20.04.2013, fand das traditionelle Jongesschießen auf dem Schießstand des Schützenplatzes am Vogelsanger Weg in Düsseldorf-Mörsenbroich statt.

    Das Wetter meinte es gut mit den zahlreich erschienenen Jonges und Gästen; bei angenehm frischen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein herrschte gute Stimmung in und um den Schießstand. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und so ging es nach der Begrüßung durch den Baas Martin Meyer um etwa 15:20 Uhr los.

    Insgesamt hat es etwas über zwei Stunden gedauert, bis der neue Jongeskönig 2013, Axel Horn (s. Bild, 3. v.l.), und die Gästekönigin 2013, Sabine Abels, feststanden.

    Wir, die Jonges, bedanken uns bei allen Teilnehmern, Gästen und vor allem Helfern und freuen uns jetzt schon auf das Jongesschießen im kommenden Jahr.

     

    Die Ergebnisse im Detail:

    Jongeskönig
    Kopf 15:35 Dieter Bartels
    Linker Flügel 16:10 Christian Feies
    Schwanz 16:15 Günter Kurkerewicz
    Rechter Flügel 16:35 Karl-Heinz Gatzen
    Klotz 17:30 Andreas Kreutmann
    König 18:15 Axel Horn
         
    Gästekönig/in
    Kopf 18:55 Lilly Ritzdorf (15:40 Sabine Abels)
    Linker Flügel 16:00 Birgit Kuske
    Schwanz 16:10 Andrea Jacobi
    Rechter Flügel 16:25 Peter Borrenkott
    Klotz 17:00 Erna Carbone
    König/in 18:15 Sabine Abels
  • Jahresempfang 2013

    Erster Jahresempfang der Derendorfer Jonges

    „Noch ein Jahresempfang – muss das sein?“, diese Frage stellte Baas Martin Meyer den Gästen in seiner Begrüßungsansprache und beantwortete sie gleich mit: „Ja – auch wenn es jetzt schon April ist.“ Zum ersten Mal in der 57-jährigen Geschichte des Heimatvereins luden die Derendorfer Jonges am Donnerstag, 11. April, zu einem Jahresempfang in die Buscher Mühle. Über 50 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirche oder Brauchtum sind der Einladung gefolgt, von denen jedoch keiner namentlich hervorgehoben werden soll, denn alle sind gute Freunde des Vereins. Die Buscher Mühle erwies sich als ein ideales Ambiente für solch ein Zusammentreffen und es wurde eine gelungene Veranstaltung.

    Michael Riemer präsentierte zu Beginn den spanischen Gitarrenspieler Luis Regidor Pain, der die Veranstaltung mit andalusischen Weisen einleitete. Es war ein großartiger Auftritt bei toller Akustik, wie der junge Mann vor dem Mahlwerk saß und musizierte. Alle waren überzeugt: diese Musik passt genau in die historische Mühle.

    Martin Meyer blickte in seiner Rede zurück auf sein erstes Jahr als Baas. Dies allein sei schon ein Grund für die Einladung, jedoch gibt es daneben zwei aktuelle Anlässe. Mit dem heutigen Tag wurde das Graffiti am Westgiebel der Mühle offiziell übergeben. Im Beisein von Marianne Kock von der Schlösser Brauerei, als Sponsor, hatte man sich schon vor Beginn des Treffens im Garten versammelt, um das Bild zu bestaunen. Der Künstler Patrick van den Heuvel konnte leider nicht anwesend sein, da er beruflich eine Ausstellung in Moskau betreut. Fertig ist das Bild bereits seit längerer Zeit, seit der Riss im Mauerwerk repariert und die Wand neu angestrichen wurde. Nun sieht man von der freien Seite, von der Toulouser Allee aus, ein in überwiegend blauen Tönen gehaltenes Graffiti, welches ein Mühlrad und mehrere Jahreszahlen zeigt, die auf die Geschichte der Buscher Mühle verweisen. Das Logo unseres Vereins und der Brauerei Schlösser ist an den linken Rand gemalt. Frau Kock erhielt ein gerahmtes Großfoto als Geschenk.

    Die Aktion Kleeblatt vom Zentrum Plus Derendorf/Pempelfort hatte sich auf dem Heimatabend im Februar vorgestellt. Maike Keske und Beate Loddenkötter waren damals kurzfristig als Referenten eingesprungen, um für ihre Arbeit zu werben. Die Aktion Kleeblatt betreut Demenzkranke und bildet ehrenamtliche Helfer für diese Aufgabe aus. Auf Vorschlag des Vorstandes stimmten die Mitglieder zu, für diese Aktion den Inhalt des Sparkegels zu spenden. Der verstorbene Baas Charly Meyer hatte immer wieder angeregt, Geld für eine soziale Einrichtung zu sammeln. Dazu wird der Sparkegel auf jedem Heimatabend herumgereicht. Nun konnte Martin Meyer den Wunsch seines Vaters erfüllen. Zum ersten Mal wurde das gesammelte Geld der Mitglieder aus dem vergangenen Jahr vor einer großen Kulisse an eine soziale Einrichtung übergeben. Maike Keske und Beate Loddenkötter erhielten einen Scheck von 1.000,- € zur Unterstützung. Ganz gerührt bedankten sie sich. Für die neue gegründete Aktion ist das eine riesengroße Summe, mit der man nun richtig durchstarten kann. Das Geld bleibt im Stadtteil und hilft wirklich denen, die sich für eine soziale Aufgabe einsetzen.

    Zwischendurch spielte nochmals Luis Regidor Pain auf der Gitarre. Der Student der Robert-Schumann-Musikhochschule kann nicht nur klassische spanische Musik, sondern überraschte die Gäste mit Jazz und Swing. Bei Schnittchen und Schlösser Alt bestand danach ausreichend Gelegenheit für angeregten Meinungsaustausch und interessante Gespräche. Dieser erfolgreiche erste Jahresempfang wird sicherlich nicht der letzte gewesen sein.

    Text: Manfred Hebenstreit

  • Gruppenfoto der Ratinger Jonges vor dem Mahlwerk in der Buscher Mühle

    Ratinger Jonges zu Gast in Buscher Mühle

    Nachdem wir im vergangenen Jahr so freundlich bei den Ratinger Jonges im Dicken Turm empfangen wurden, war für uns klar, dass wir die Buscher Mühle zu einem Gegenbesuch öffnen.

    Trotz niedriger Temperaturen und Schneefall Mitte März hatten sich Georg Hoberg, Baas der Ratinger Jonges, und fast alle seiner Vorstandskollegen gestern auf den Weg zu uns in die Mühle gemacht. Pünktlich um 19:00 Uhr begann der Abend mit der Begrüßung durch unseren Baas Martin Meyer, der die Gäste herzlich willkommen hieß und direkt im Anschluss das Buffet eröffnete. Dank unseres Grillmeisters, Dieter Bartels, konnten anschließend alle satt und gestärkt im oberen Teil der Mühle Platz nehmen und den Vorträgen von Manfred Klösters und Manfred Hebenstreit folgen.

    Unser Vizebaas Manfred Klösters informierte nicht nur über die Geschichte des Vereins sondern auch über die Projekte und Aktivitäten die wir verfolgen – interessiert hörten die Gäste zu, als es um Marstallgiebel, Martinszug und Co. ging.

    Manfred Hebenstreit übernahm das Wort und informierte ausführlich über die Buscher Mühle und ihre Geschichte. Die erste urkundliche Erwähnung der Mühle im Jahr 1316, Napoleons Besuch 1811 in Düsseldorf, Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg sowie Renovierung der Mühle durch die Derendorfer Jonges waren nur einige der zahlreichen Stationen, die Manfred Hebenstreit genutzt hat, um den Gästen sein Wissen zu vermitteln.

    Als Dank für die Einladung überreichte Georg Hoberg eine Abbildung der Hauser Kapelle aus Keramik an unseren Baas Martin Meyer. Das Geschenk hat bereits seinen Platz in der Vitrine in der Buscher Mühle gefunden.

  • Blick auf Schloß Jägerhof und Marstallgiebel nach 1910

    Der Marstallgiebel

    Der Marstallgiebel und seine zwei Nebengiebel, einzigartige Werke des Hofbildhauers Grupello, der auch das Jan-Wellem-Denkmal schuf, zierte knapp zwei Jahrhunderte lang das Jagdzeughaus, den späteren Marstall von Schloss Jägerhof, bis dieser einer Orangerie weichen musste. Die Giebel fanden auch hier ihren Platz und waren fortan Teile des Neubaus, der beim großen Fliegerangriff am 11. Juni 1943 verbrannte. Es konnte nur der Hauptgtiebel zum größten Teil, sowie einer der beiden Nebengiebel, dieser zur Hälfte, gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Seitdem lagerten die Giebel in verschiedenen Kellern von Schloss Eller, der ehemaligen Landesbibliothek am Grabbeplatz und im Schloss Benrath (dort zuletzt im feuchten Keller unter einer Terrasse). Dort wurden sie im Jahr 2006 von Prof. Dr. Klaus Pfeffer wiederentdeckt und ins allgemeine Bewusstsein gebracht.

    Heute lagern die inzwischen von Schädlingen befreiten Schnitzwerkgiebel in einer von der Stadt angemieteten Halle an der Erkrather Straße und warten dort auf ihre Restaurierung.

    Prof. Dr. Klaus Pfeffer verfasste 2006 eine Aufrufschrift zur Rettung der Marstallgiebel. Daraufhin wurden diese in Deutschland einzigartigen Kunstwerke zunächst in den sicheren Keller einer Spedition verbracht. Jetzt trat das Restaurierungszentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf ins Geschehen, hier der in Holzfragen kompetente Restaurator Jürgen Bandsom. Zunächst wurden die Kunstwerke in einer eigens hierfür erweiterten Stickstoff-Begasungsanlage vom starken Holzschädlingsbefall befreit. Dank vorzüglicher Fotoaufnahmen aus der Zeit um 1910 wurden die Werkstücke identifiziert und zugeordnet und ein Untersuchungsbericht erstellt.

    2010 veröffentlichte Prof. Dr. Pfeffer die zweite Aufrufschrift zur Rettung der Marstallgiebel.

    Die Stadt Düsseldorf stellte die Marstallgiebel Ende 2012 unter Denkmalschutz und beantragte beim Landschaftsverband Rheinland im Februar 2013 Fördermittel für deren Restaurierung.

    Zu wünschen ist, dass die restaurierten Marstallgiebel wieder in ihrer alten Umgebung neben dem Schloss Jägerhof allgemein sichtbar werden.

    Der Heimatverein Derendorfer Jonges unterstützt die Rettung der Marstallgiebel durch eigene Spendenaufrufe. Auf dem gesonderten Spendenkonto des Vereins hat sich inzwischen ein fünfstelliger Betrag angesammelt.

    Text: Prof. Dr. Klaus Pfeffer; überarbeitet von Manfred Klösters

    Spenden können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks „Marstallgiebel“ auf unser Spendenkonto 41 013 152 bei der Stadtsparkasse Düsseldorf (BLZ 300 501 10).
    Eingegangene Spenden werden von den Derendorfer Jonges ohne Abzüge von Verwaltungskosten, etc. in Absprache mit Herrn Prof. Dr. Pfeffer für die Restaurierung verwendet.

    Foto: Stadtarchiv Düsseldorf
    Der Jägerhof nach 1910, von Südwesten gesehen. Durch Abbruch der klassizistischen Seitenflügel gewann er seine ursprüngliche Gestalt zurück. Vorne die von Wilhelm Kreis entworfene neubarocke Umfriedungsmauer, die vor der Schloßfront wieder in ein anschwingendes Gitter übergeht. Weiter nördlich, links im Bild, schließt sich die von Wilhelm Kreis neu errichtete Orangerie an, in deren Westfront wir den westlichen Marstallgiebel erkennen.

  • Protektor Wilhelm Golls verstorben

    Im Alter von fast 96 Jahren verstarb unser Ehrenmitglied, 2. Träger des Goldenen Ehrenringes und Protektor. Geboren wurde er im Haus Tannen-, Ecke Ulmenstraße. Von Kindheit an hatte er die Kaserne, Rheinmetall und
    die „Ulmer Höh“ im Blick. Als er nach dem Krieg zurückkam, war die elterliche Wohnung ausgebombt. Im Schrebergarten seines Vaters „In der Lohe“ traf er Rentner, deren Geschichten er neben Zeitungsausschnitten und
    Dokumenten sammelte.

    „Ich habe nun, alt geworden, die gespeicherten Bilder meiner Derendorfer Jahre vor meinem geistigen Auge Revue passieren lassen und dabei alles aufgeschrieben, was mir wichtig schien“. So steht es im Vorwort zu seinem Buch „Leben auf dem immergrünen Grunde der Hoffnung“. Es wurde in Fortsetzungen in unserer Vereinszeitschrift veröffentlicht.

    Wilhelm Golls war Schirmherr und Förderer unseres Schülerwettbewerbs
    „augen!blick“, der ohne seine Unterstützung in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.

    Für seine Verdienste um den Heimatverein wurde Wilhelm Golls auf dem Seniorennachmittag 2004 zum ersten Protektor des Vereins ernannt.
    Außerdem überreichte Baas Karl-Heinz Meyer ihm an diesem Tag die seltene Auszeichnung des Vereins, den Goldenen Ehrenring für besondere Verdienste.

    Wilhelm Golls, der seit langer Zeit in der Eifel wohnte, kam gern zu unseren verschiedenen Veranstaltungen, obwohl der Besuch aus gesundheitlichen Gründen nicht immer einfach war.

    Wir werden Wilhelm Golls nicht vergessen – Heimatverein Derendorfer Jonges 1956 e.V.

  • Die Derendorfer Jonges ziehen um

    Ab September 2012, genauer gesagt, es ist der 10., treffen wir uns zum ersten Mal im neuen Vereinslokal *hirschchen, Alt-Pempelfort 2. Das Lokal hat eine lange Geschichte, über die wir demnächst ausführlich berichten werden.
    Das Lokal ist mit dem ÖPNV gut zu erreichen. Linie 707, Haltestelle Schloß Jägerhof und die Linien 704, 721 und 722, Haltestelle Adlerstraße. Parkplätze stehen kaum zur Verfügung. 
    In diesem Zusammenhang ein kurzer Rückblick auf unsere bisherigen Vereinslokale. 1956 gründete sich der Heimatverein Derendorfer Jonges im damaligen Restaurant Becker am Münsterplatz, an der Ecke Münster-/Barbarastraße. 
    Im Jahr 1972, das Lokal hieß mittlerweile Rachen am Münsterplatz, erhielt der Verein die Kündigung und musste eine neue Bleibe finden. Das Lokal gab den Saal auf, in dem sich heute ein Optikergeschaft befindet. Über den Brauhof haben wir im letzten „der derendorfer“ berichtet. Ein geschichtsträchtiger Ort, wie die Gedenktafel des Vereins am Haus beschreibt, sie hängt an der Hauswand zur Münsterstraße. An dieser Stelle stand bis 1893 die alte Derendorfer Kirche, die Vorgängerin der heutigen Dreifaltigkeitskirche.
    Ab 4. Februar 1972 fanden die Heimatabende nicht weit entfernt, in der Gaststätte Zum Piefedeckel gegenüber dem Vinzenzkrankenhaus statt, bewirtet vom Ehepaar Helmut und Resi Jähner. Der Saal hatte jedoch kein Fenster und die Räumlichkeit wurde für den starken Mitgliederzuwachs zu der Zeit immer weniger brauchbar. 
    Deshalb suchte man nach einer neuen Räumlichkeit. Man einigte sich auf das Clubheim BV 04, wo am 14. Februar 1977 der erste Heimatabend stattfand. Nach 35 Jahren erfolgt nun der Wechsel zum neuen Vereinslokal. Wir bedanken uns beim Ballspielverein BV 04 für die lange Gastfreundschaft. Gerne denken wir dabei an das damalige Wirtsehepaar Karl-Heinz und Renate Zenßen zurück. 
    Text und Fotos: MK

  • Münsterplatz in neuem Gewand

    Nach rund sechsmonatiger Bauzeit ist der Umbau des Münsterplatzes nun abgeschlossen. Oberbürgermeister Dirk Elbers hat den frisch sanierten Stadtplatz am Freitag, 29. Juni, der Öffentlichkeit übergeben. 450.000 Euro hat die Umgestaltung gekostet.
    „Der neu gestaltete Platz präsentiert sich lichter, klarer gegliedert und wird sich so schnell zu einem Treffpunkt für Jung und Alt entwickeln“, sagte der Oberbürgermeister bei der offiziellen Übergabe.
    Der Platz gliedert sich in drei Teile – einen Gerätespielplatz, einen Aufenthaltsraum am Brunnen und eine Veranstaltungsfläche. Die unterschiedlichen Flächen sind durch Pflasterbänder unterteilt und haben unterschiedliche Bodenbeläge erhalten.
    Planungsziel auf Basis eines politischen Beschlusses aus dem Jahr 2010 war es, vielfältige Funktionen und Nutzungen zu ermöglichen. Der Platz sollte sich zur Umgebung öffnen. Er wird jetzt durch Lichtsteelen beleuchtet. Der neue Münsterplatz ist teilweise durch eine Hecke und an der Kreuzung Münster/Eulerstraße durch eine offene, torartige Dachkonstruktion aus Stahl räumlich eingefasst worden.
    Der Kinderspielplatz ist mit einer Spielgerätekombination bestehend aus Schaukel, Turmrutsche, Kletternetz und Kletterturm ausgestattet worden. Daneben wird ein Buddelsandkasten angeboten. Lang gestreckte Bänke bieten den Eltern spielender Kinder Sitzgelegenheit und schirmen den Spielplatz vom übrigen Stadtplatz ab. Diese Fläche ist bewusst dem vergleichsweise ruhigeren Teil der Fläche an der Becher- und der Barbarastraße zugeordnet worden.
    Der Aufenthaltsraum am Brunnen hat als Belag eine wassergebundene Decke erhalten. Bänke in der Nachbarschaft eines großen Rosenbeetes laden dort zum Verweilen ein.
    Die Veranstaltungsfläche wurde mit großformatigen Platten gestaltet und bis an die Bürgersteigkante der Münsterstraße herangezogen. Dadurch ergibt sich dort ein Flächengewinn und er wirkt auf die Besucher großzügiger. „Nach der Umgestaltung öffnet sich der Platz zur Münsterstraße hin. Auf der Fläche können zum Beispiel Stadtteilfeste und der Wochenmarkt stattfinden und das Umfeld des Münsterplatzes nachhaltig beleben“, betonte der Oberbürgermeister.
    100.000 Euro der Sanierungskosten des Platzes flossen aus Mitteln der Bezirksvertretung 1 (Altstadt, Karlstadt, Stadtmitte, Pempelfort, Derendorf, Golzheim), die übrigen 350.000 Euro stellte die Landeshauptstadt aus Mitteln zum Neu- und Umbau von Grünanlagen zur Verfügung. So konnte zusätzlich zu den elf Kinderspielplätzen, die 2012 im Rahmen des Masterplans Kinderspielplätze saniert werden, ein weiterer Spielplatz neu gestaltet werden.
    pau, pdl, 29.06.2012 Fotos: MK

  • Deutscher Mühlentag an Pfingstmontag

    Am Pfingstmontag, den 28.05.2012 nimmt der Heimatverein wieder am Deutschen Mühlentag teil. Rund um die Buscher Mühle sind die Mühlen-Experten des Vereins unterwegs und erklären Funktionsweise und Geschichte der Mühle. Für Spreis und Trank wird natürlich wie immer gesorgt sein. Seit August 2002 sind die derendorfer jonges Mitglied im Rheinischen Mühlenverband. Im Austausch mit anderen Mühlenbesitzern konnte die Buscher Mühle so auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht werden.

    Der Mühlenverband beschreibt die Mühle: Die Wassermühle wurde urkundlich erstmals 1790 erwähnt. Sie hat ein innen liegendes Wasserrad. Das Mühlengebäude wurde 1990 renoviert. Es ist ein Mahlwerk vorhanden. Das Wasserrad könnte mit einem Generator zur alternativen Stromerzeugung betrieben werden, ist aber nicht in Betrieb. Ruhende Schauanlage.

    Weitere Teilnehmer des Mühlentags finden Sie auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde