• Absage Derendorfer Martinszug

    Der Heimatverein Derendorfer Jonges bedauert es sehr, aber in diesem Jahr wird der große Derendorfer Martinszug samt Mantelteilung auf dem Frankenplatz ausfallen. Nach langer Überlegung und nach Rücksprache mit den teilnehmenden Schulen und Kindergärten hat sich der Vorstand der Derendorfer Jonges entschlossen, den Umzug abzusagen. Grund sind – natürlich – die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie.

    „Wir finden es sehr schade, dass wir in diesem Jahr nicht ziehen können“, sagt Christian Feies, der den Umzug seit Jahren federführend organisiert. „Im vergangenen Jahr kamen rund 2500 Kinder und Erwachsene. Wir sehen keine Möglichkeit, dass die Abstände eingehalten werden, Blaskapellen spielen oder die Kinder Martinslieder singen können. Diese Verantwortung können wir auch den Schulen nicht auferlegen.“ Zwar wäre die Veranstaltung theoretisch möglich, müsste aber wegen ihrer Größe vom Gesundheitsministerium genehmigt werden. Als besonders problematisch sieht der Heimatverein die Mantelteilung auf dem Frankenplatz. Dort stehen dicht gedrängt mehr als 2500 Zuschauer. Das ist derzeit nicht verantwortbar.

    „Wir wollen aber trotzdem die schöne Tradition des Martinszuges fördern“, sagt Martin Meyer, der Baas der Derendorfer Jonges. „Das Martinsfest ist mehr als ein Umzug und wir wollen vor allem den Gedanken des Teilens in den Vordergrund stellen.“ Deshalb werden die Derendorfer Jonges alle Traditionen außer des Zuges durchführen. Wenn Schulen oder Kindergärten Laternen basteln, werden wieder die schönsten ausgezeichnet. Außerdem werden wir versuchen, wie immer den Schulen und Kindergärten Weckmänner zu bringen, soweit es die Corona-Auflagen zulassen. 

    Wir hoffen, dass 2021 wieder der Martinszug in Derendorf ziehen kann.

  • Die Wahlergebnisse in Derendorf, Pempelfort und Golzheim

    Die Kommunalwahl am 13. September hat einige überraschende Ergebnisse geliefert. Wer Oberbürgermeister wird oder bleibt, das stand zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest. In der ersten Runde hatte Stephan Keller (CDU) mit 34,15 Prozent Amtsinhaber Thomas Geisel (SPD/26,27 %) in die Stichwahl am 27. September gezwungen. Keine Chance auf die Stichwahl hatten Stefan Engstfeld (Bündnis 90/Die Grünen) mit 17,38 Prozent und FDP-Kandidatin Marie-AgnesStrack-Zimmermann mit 12,52 Prozent.

    CDU bleibt stärkste Partei 

    Im Stadtrat bleibt die CDU stärkste Kraft mit 33,36 Prozent (2014:36,7). Die Grünen gewinnen deutlich dazu und sind mit 24,01 Prozent (2014: 13,08) auf Rang zwei. Die SPD dagegen verliert und landet mit 17,92 % (2014: 29,3) abgeschlagen auf dem dritten Platz. Die FDP verbessert sich von 7 auf 9,15 Prozent und die Linke verliert einen Prozentpunkt und hat nun 4,06 Prozent (2014: 5,2). Im Stadtrat sind insgesamt elf Parteien vertreten, das könnte die Koalitionsbildung erschweren.  Die CDU hat 30 Sitze, die Grünen 22, die SPD 16, die FDP 8, die Linke 4, die AFD 3, Volt 2, die Freien Wähler, Tierschutz hier! sowie die Klimaliste je einen Sitz.

    Die Ergebnisse der Wahlbezirke

    Interessant sind vor allem die Ergebnisse aus den Stadtteilen. Wahlbezirk 1 (Altstadt/Carlstadt/Stadtmitte/Pempelfort West) holte Josef Hinkel problemlos mit 36,65 Prozent für die CDU. OB-Kandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) landete dort nur auf Rang drei mit 14,64 Prozent.

    Wahlbezirk 2 (Pempelfort Südost) ging an Mirja Cordes von Bündis 90/Die Grünen, sie holte 29,91 Prozent. Die bisherige Bezirksbürgermeisterin Marina Spillner landete abgeschlagen auf Rang drei.

    Auch Wahlbezirk 3 (Pempelfort Nord) ist grün. Annette Klinke fuhr 30,24 Prozent ein. Dahinter landeten Andre Simon (CDU/28,99%) und Moira Obendorf (SPD/15,58%).

    Wahlbezirk 4, Derendorf Ost war hart umkämpft. Gerade einmal fünf Stimmen brachten hier die Entscheidung. Aletta Mansheim gewann für die CDU mit 26,25 Prozent hauchdünn vor dem Grünen Olaf Bursian (26,16%). Philipp Tacer (22%) holte zwar mehr als die SPD im Stadtdurchschnitt, das reichte aber auch nicht zum Sieg.

    Wahlbezirk 5 (Derrendorf West/Golzheim) ging an die CDU. Dort holte Rainer Kretschmann  33,42 Prozent und hatte damit deutlichen Vorsprung vor Jörk Cardeneo (Bündnis 90/Die Grünen) mit 26,9 Prozent und Markus Raub (SPD/17,24 %).

    Bezirksvertretung wird grün

    Wahrscheinlich wird es in der Bezirksvertretung 1 eine(n) neue(n) Bezirksbürgermeister(in) geben. Bisher war das Marina Spillner von der SPD. Doch die Partei hat in der BV 1 nur noch drei Sitze. Stärkste Fraktion dort sind jetzt die Grünen mit 6 Sitzen, die CDU hat 5 Sitze. Außerdem vertreten sind die FDP mit 2 Sitzen sowie Linke, AFD und Volt mit je einem Sitz.

    Foto: Stadt Düsseldor /David Young

     

  • In dem gut gefüllten Saal im Brauhaus am Dreieck beantwortete Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt und Mitglied der Derendorfer Jonges, die Fragen der Bürgerinnen und Bürger der Stadtteile Derendorf, Golzheim und Pempelfort. Wichtige Themen waren dort unter anderem der Wohnungsbau und bezahlbare Mieten, die Bauarbeiten für die Fernwärme am Flughafen, fehlende Pflegeaufnahmeplätze, die schlechte Sauberkeit in der Stadt und natürlich die Umweltspuren. Auf alle Fragen antworte Thomas Geisel ausführlich und nannte den bezahlbaren Wohnraum, die Belange von Senioren, den Klimaschutz und die Erhaltung der Lebensqualität in unserer Stadt als seine Pläne für die kommende Wahlperiode.

  • Blootwoosch en dr Möhl

    Die Derendorfer Jonges starten das Jahr 2020 am 13. Januar mit dem gemeinsamen Blutwurstessen in der Buscher Mühle. Vizebaas Torsten Blunk begrüßte die Anwesenden und wünschte allen noch ein frohes neues Jahr. Leider hatte der Vizebaas zuerst eine traurige Pflicht zu erfüllen und verkündete den Tod von den Jonges Otto Lindner und Ingo Janowski. Die Jonges erhoben sich von ihren Plätzen für eine Gedenkminute. Nach dem kurzen offiziellen Programm und der Neuaufnahme von Arash Shariat erfreuten sich die Jonges an der schmackhaften Blutwurst.

  • Nikolaus bei den Jonges zu Gast

    Am letzten Heimatabend im Jahr 2019 besuchte der heilige St. Nikolaus alias Michael Riemer die Derendorfer Jonges. Nach besinnlichen, aber auch humorvollen Worten übernahm der Nikolaus die Aufgabe, den Dank der Jonges für an die vielen engagierten Helfer besonders beim Mühlenfest, Martinszug und der Verteilung der Vereinszeitschrift „der derendorfer“ in Form von zumeist in Flaschen gefüllten Präsenten auszuhändigen.

  • Besuch im Karnevalsmuseum

    Baas Martin Meyer führte seine Jonges diesmal zum Karnevalsmuseum im Haus des Karnevals an der Zollstraße zu einer Führung durch das Museum. Dort ließen sich die Jonges Bilder, Orden und sonstiges Zubehör sowie verschiedene Kostüme zeigen und lernten woher der Name „Venetia“ stammt und dass Jürgen Rieck den Künstler der Mottowagen, Jacques Tilly, stets ermunterte, seine Aufbauten noch deutlicher zu gestalten. Besonders gefiel den Jonges der Raum, dessen Decke mit Hunderten Orden abgehangen wurde. Danach plauderte Baas Martin Meyer im Uerige über seine Bewerbung als Prinz Karneval und seine Regentschaft.

  • Die Journalisten und Buchautorin Annette Kanis berichtete beim Heimatabend am 9. September über ihre „Glücksorten in Düsseldorf“, zum Beispiel die Tribüne der Pferderennbahn oder die Killepitschstube Et Kabüffke. Nachdem sie sich kurz vorstellte, verlas sie Auszüge aus ihrem Buch und erläuterte die Hintergründe zum Buch. Die aufmerksam zuhörenden Jonges bewegten die Gastrednerin noch zu zwei Zugaben und verabschiedeten sie mit großem Applaus.

  • Am Samstag, den 31. August, lädt der Heimatverein Derendorfer Jonges ab 11 Uhr zum großen Familien-und Nachbarschaftsfest an der Buscher Mühle ein. Neben der historischen Mühle an der Mulvanystraße 15 gibt es bis 19 Uhr Musik von DJ Werner und der Band „The Candidates“. Daneben bleibt jede Menge Zeit für Gespräche über das Leben im Viertel. Für die Kinder kommt das Spielmobil aus Flingern vorbei und bringt jede Menge Spielzeug, Geschicklichkeits- und Bewegungsspiele mit. Für Essen und Trinken haben die die Derendorfer Jonges ebenfalls gesorgt: Es gibt Kaffee und Kuchen, Steaks und Würstchen, Altbier und alkoholfreie Getränke. Das Buscher-Mühlenfest ist neben dem Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag die einzige Möglichkeit im Jahr, die letzte Mühle Düsseldorfs zu besichtigen. Dazu werden am Samstag Führungen durch das Gebäude angeboten. Bereits 1992 haben die Derendorfer Jonges das erste Buscher-Mühlenfest veranstaltet. Damals war der Anlass die Wiedereröffnung nach den großen Renovierungsarbeiten. „Diese Fest kam bei den Bürgern so gut an, dass wir seitdem regelmäßig am letzten Samstag im August unser Mühlenfest feiern“, sagt Martin Meyer, der Baas der Derendorfer Jonges. Der Heimatverein organisiert das Fest seitdem jährlich dank der Unterstützung von Sponsoren wie der Brauerei Schlösser und der Allianz-Agentur Martin Meyer sowie der Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer.

    Hintergrund zur Buscher Mühle

    Seit seiner Gründung ist der Erhalt der letzten Mühle Düsseldorfs ein Schwerpunkt in der Arbeit des Heimatvereins Derendorfer Jonges, obwohl sie nach heutgen Stadtgrenzen in Düsseltal und nicht in Derendorf liegt. Die Entstehung der Buscher Mühle wird im Anfang des 14. Jahrhunderts vermutet. Im Kriegsjahr 1944 wurde sie schwer beschädigt. Nach Renovierungsarbeiten gelang es 1992 Baas Andreas Dahmen mit der Stadt einen Vertrag auszuhandeln, der den Derendorfer Jonges die Mühle zu einem symbolischen Preis überließ. Für über 520.000,- DM veranlasste der Heimatverein eine erneute Renovierung und die Instandsetzung des Wasserrades. 

  • Jonges beim Derendorfer Schützenfest

    Nachdem beim Königsschießen des St. Sebastianus-Schützenvereins Derendorf 1655 e.V. am Sonntagabend die entscheidenden Schüsse gefallen waren, sammelten sich die Derendorfer Jonges im Festzelt und verteilten die vereinseigenen Laternen, um dann mit einem kleinen Fackelzug den neuen Regimentsschützenkönig Stefan Ost und die neue Jungschützenkönigin Jana Schmidt zu ehren.

    Im Gegensatz zu den Vorjahren waren die Derendorfer Jonges diesmal stark vertreten im Festzelt am Vogelsanger Weg. Schon am Freitagabend hatte Baas Martin Meyer als ehemaliger Prinz Karneval den Fassanstich übernommen.

  • Die Diskussion um das sogenannte 39er-Denkmal am Reeser Platz beschäftigte die Jonges auf ihrem Heimatabend am 17. Juni 2019. Dazu berichtete Dr. Peter Henkel zur Geschichte des 39. Niederrheinischen Füsilierregiments sowie über die Diskussion um das vom Düsseldorfer Bildhauer Jupp Rübsam geschaffene Denkmal „Innere Festigkeit“, das von den Nationalsozialisten wegen dem Widerspruch zu deren Ideologie zerstört wurde und dessen Reste heute etwas versteckt neben der Tonhalle stehen, und über den 1939 eröffneten Bau am Reeser Platz. Die Derendorfer Jonges werden sich weiter am Prozess zur Umgestaltung des Platzes beteiligen.