Der Heimatabend im Mai stand wieder unter dem Motto Nachbarschaft. Eingeladen hatten wir den Verein Schlaraffia Düsseldorpia aus Pempelfort. Gekommen waren die Ritter Bavaristo, Virtuell, Loc-Uli, Is‘Watt und Juncker Thorsten. Der ohatte nämlich alles eingefädelt. Juncker Thorsten ist niemand anderes als unser Vorstandsmitglied Thorsten Blunk. Der ist seit einiger Zeit Mitglied der Schlaraffen und wollte uns einmal vorstellen, was ihm so viel Freude bereitet.
Also waren 36 Jonges ganz gespannt, als das Quintett nach vorn trat und über die Geschichte der Schlaraffen berichtete. Gegründet wurde der Verein schon 1859 in Prag. Aus Protest damals weil ein Schauspieler als Proletarier nicht in die Künstlervereinigung „Arcadia“ durfte deshalb gründete Franz Tomé und Albert Eilers einen eigenen Verein, aus dem sich die heutige Welt umspannende Schlaraffia entwickelt hat.
Die Düsseldorfer Dependence entstand schon 1883 und trifft sich immer freitags, seit vielen Jahren schon in Pempelfort an der Parkstraße. Dort versammeln sich Männer aller Altersstufen und gestalten gemeinsam ein unterhaltsames Abendprogramm. Dort soll und kann sich jeder nach seinen Talenten und Fähigkeiten einbringen, sei es mit einem Musikinstrument als Sänger oder mit einem Vortrag.
Das Programm: Kunst, Freundschaft und Humor und das in ritterlicher Umgebung. Denn die Schlaraffen haben sich selbst im Mittelalter verortet, persiflieren höfische Zeremonien, tragen altertümliche, bunte Gewänder, nutzen altertümliche Redewendungen und Umgangsformen und gestalten alles ein bisschen anders, als es üblich ist. Das Konzept hat sich durchgesetzt. Schlaraffen gibt es inzwischen in mehr als 240 Orten in Europa Amerika, Südafrika und selbst in Australien Schlaraffen. Und wer Mitglied ist, sei überall herzlich willkommen.
Mit einer kleinen Kostprobe und vielen Nachfragen endete der Vorstellungsteil der Schlaraffen, die danach eine Gegeneinladung ausgesprochen haben, die Jonges seien an der Parkstraße herzlich willkommen, um sich selbst ein Bild von den Schlaraffen zu machen.
Der Heimatabend im Mai hatte wieder einmal mit einer Totenehrung beginnen müssen. Die Junges erhoben sich um leise Abschied zu nehmen von unseren Mitgliedern Karl Behler, der am 31. März kurz nach seinem 65 Geburtstag gestorben war, und Willy Meurers , der am 13 April im Alter von 88 Jahren verstorben war.
Anschließend berichtete Baas Piet Keusen vom Stand rund um die Abmahnung des Heimatvereins, leider hatten wir die Rechte für das angemahnte Foto nicht. Deshalb wird der Derendorfer vorerst nicht online veröffentlicht, bevor wir die Probleme beseitigt haben. Es gab abewr auch Erfreuliches: Mit Enno Balz und Dieter Pölka haben wir zwei neue Mitglieder aufnehmen können. Die beiden wurden mit dem Jonges-Lied und dreimal „Schlag Rad“ begrüßt.

