Der Kultursommer bei den Heimatabenden der Derendorfer Jonges war ein voller Erfolg! Nach dem interessanten vortrag von Düsseldorf-Fotograf Markus Luigs war im August der Derendorfer Fotokünstler Horst Wackerbarth im Brauhaus am Dreieck zu Gast und hat die 27 anwesenden Jonges mit seinem mitreißenden Vortrag rund um sein Projekt „Das Rote Sofa“ begeistert.
in Vertretung für den urlaubenden Baas hatte Vizebaas Christian Feies den Heimatabend im Bad bei sommerlichen 28 Grad eröffnet. Es war ein heißer Sommmertag und einige hatten wegen der Temperaturen auf den Besuch des Heimatabends verzichtet. Sie sollten etwas verpassen.
Zunächst einmal zwei Freigetränke, denn zwei Geburtsagskinder haben sich für die Glückwünsche mit einer Runde bedankt. Ernst Dominick war im Juli 90 Jahre alt geworden, Heiko Brandenberg 80. Auch an dieser Stelle noch einmal alles Gute. Nach einigen organisatorischen Dingen rund um das Familienfest an der Buscher Mühle und kurze Informationen zur Erneuerung der Orgel der St. Dreifaltigkeitskirche ging es in den Hauptteil des Abends. Den Vortrag von Horst Wackerbarth. Der 74 Jahre alte Fotokünstler lebt und arbeitet er seit 1984 als freiberuflicher Fotograf in Düsseldorf. Er hat sein Atelier an der Roßstraße, gleich um die Ecke unserer Geschäftsstelle.
Die Jonges waren regelrecht gebannt von dem Vortrag und den Bildern von Horst Wackerbarth. Er zeigte mehrere Motive auf der großen Leinwand. Die „Red Couch“ dient Wackerbarth als „roter Faden“. Von 1979 bis 2021 entstanden mehr als 1.100 Porträtarbeiten in 40 Ländern auf vier Kontinenten. Über 1.000 Menschen haben auf der Roten Couch Platz genommen und die universellen Lebensfragen, die Wackerbarth seinen Protagonisten stellt und mit Video aufzeichnet, in 50 Sprachen beantwortet. Bis heute nahmen viele Hundert Menschen zum Portrait auf ihr Platz, darunter Prominente wie Peter Ustinov, Michail Gorbatschow oder Steve Jobs.
Spannend, dass den Künstler die Geschichten und Bilder der „einfachen“ Menschen, Tiere oder Natur allerdings mehr inspirierte als die Prominenten. Diese waren zwar wichtig für das fortbestehen des Projektes weil darüber die größeren Einnahmen generiert wurden aber die Botschaft die er senden möchte dreht sich eher um soziale Themen und Zerstörung der Natur (Klimawandel) durch den Mensch.
Einige Exemplare des Roten Sofas gingen bei Unglücken verloren, etwa bei einem Schiffsmanöver über Bord oder durch Feuer. Inzwischen, seit 1996, ist das vierte Exemplar in Gebrauch, das beim Einsatz – etwa im Gehege wilder Zootiere – zwar schon schwerst beschädigt, aber anschließend neu gepolstert und komplett wieder hergestellt wurde
Am Ende gab es großen Applaus, ein Zuhörer lobte den Vortrag gar als das beste, das er je bei einem heimatabend gehört hat. Auch dafür gab es Zustimmung und den Wunsch nach einem zweiten Vortrag, eventuell in der Buscher Mühle. Wer nicht da war, der hatte wirklich etwas verpasst.

