Der Heimatverein Derendorfer Jonges hat den Kultursommer eingeläutet. Zwei hochkarätige Referenten haben und werden die Heimatabende im juli un august bereichern. Den auftakt hat Fotograf Markus Luigs gemacht, der uns seine Düsseldorfer Perlen vorgestelllt hat. im august wird Horst Wackerbarth über sein rotes Sofa referieren, auf dem schon hunderte interessante Persönlichkeiten posiert haben. Der Heimatabend im Juli begann mit einem Besuch von Nachbarn. Ulrike Hora, seit April Vorsitzende des Bürgerverreins Moersenbroich, hat sich und ihren Verein vorgestellt und mit den Derendorfer Jonges mögliche gemeinsame Aktionen besprochen. Anschließend wurden Vorbereitungen für die anstehenden Veranstaltngen getroffen. Die neuen Vereins-Polohemden sind in Arbeit. Wer möchte, kann Muster anprobieren. Entweder beim nächsten Heimatabend oder bei Mertens Männersachen auf der Schwerinstraße. Unser Vorstandsmitglied Michael Mertens koordiniert auch die Bestellungen.
Dann kam Markus Luigs. Der Fotograf stammt aus Solingen, kam fürs Studim nach Düsseldorf und ist geblieben. Lange hat er in Derendorf gelebt, wohnt nun aber in flingern. Bekannt wurde Markus Luigs durch seine „Düsseldorfer Perlen“. inzwischen sind zwei Bildbände erschienen, der erste ist schon komplett vergriffen. Darin zeigt er seine Sicht auf die Stadt, interessante Persektiven und spannende Momente. Auch aus Derendorf, Pempelfort und Golzheim. Markus Luigs sieht sich dabei nicht als typischen Street-Fotografen: „Ich fotografiere nur ganz selten Menschen.“ Dafür Gebäude mit Wiedererkennungswert.
So entwickelte sich beim Heimatabend ein munteres Ratespiel, wo sich welches Motiv befand. Da wurde zum Beisiel ein Bild vom Kraftwerk-Konzert im Ehrenhof, eines der Horten-Fassade an der Graf-Adolf-Straße, eines von der ehemaligen Moschee an der Ratherstraße gezeigt. Der alte Derendorfer Güterbahnhof. Vieles, was er fotografiert hat, gibt es heute nicht mehr. „Darüber denke ich nicht nach, wenn ich ein Motiv sehe.“ Sein mit Abstand beliebtestes Motiv: Das Fortuna-Büdchen am Rheinufer. „Das wird ganz oft gekauft und verschenkt“, sagt Luigs, „manchmal sogar als Geschenk zur Kommunion.“ Damit hatte er nicht gerechnet, als er es früh morgens aufnahm, damit keine Menschen auf dem Foto sind.
Dieses Foto war geplant, die meisten sind es nicht. Oft entdeckt Markus Luigs seine Motive spontan. Etwa beim aussteigen aus der U-Bahn oder beim Spaziergang durch die Stadteile. Nicht immer hat er seine Kamrea dabei, oft zückt er einfach sein Handy. Er fotografiert lieber Orte mit Charakter als Wahrzeichen in Hochglanz. Der Fernsehturm etwa ist nur einmal auf seinen Fotos zu sehen, unbeteiligt im Hintergrund. Zum Abschluss schenkte uns Markus Luigs noch zwei seiner Bücher für das Archiv. Vielen Dank für einen tollen Vortrag!
Der nächste Heimatabend findet am 12. August ab 19 Uhr im Brauhaus am Dreieck statt. Als Referent des Abends hat Fotograf Horst Wackerbarth zugesagt.

