Autor: Piet Keusen

  • Karneval beim Heimatabend

    Karneval beim Heimatabend

    Wer danach nicht in Karnevalsstimmung war, dem fehlt wohl der Knochen fürs närrische Treiben. Mit einem bunten und abwechslungsreichen Karnevalsprogramm haben sich die Derendorfer Jonges beim Heimatabend am 10. Februar im Brauhaus am Dreieck auf den Karneval eingestimmt. Das Karnevalsmotto: „200 Johr – Hütt on wie et wor“ gilt natürlich auch bei uns. Mit tollen Gästen, verkleideten Mitgliedern und bester Laune war es ein rundum gelungener Abend.

    Denn jecken Startschuss gab das Kinderprinzenpaar der Düsseldorfer Originale mit Prinz Henry und Venetia Laura. Beide lieferten einen stimmungsvollen Auftritt ohne Lampenfieber ab und brachten mit einer tollen Kindertanztruppe zum ersten Mal richtig Stimmung in die Bude.

    Und die transportierten die Kinder gleich bis zum nächsten Auftritt weiter. Denn zum ersten Mal waren die Benrather Schlossnarren beim Jongeskarneval zu Gast, leider musste Schlossgraf Jens krankheitsbedingt auf seine Schlossgräfin Kahra verzichten. Aber kein Problem. Schlossnarren-Präsident Jovchen Scharf, übrigens Jonges-Mtglied, sprang für den Sessionstanz ebenso ein, wie unser Ex-Baas Martin Meyer und das Kinderprinzenpaar der Düsseldorfer Originale. Ein Heidenspaß und zum Dank gab es danach Orden aus Benrath für Derendorf.

    Als Höhepunkt marschierte danach das Dreigestirn der KG Schmetterlinge ein. Spätestens seit unser Mitglied Manuel Nelz dort im vergangenen Jahr Prinz war, gehört das einzige Düsseldorfer Dreigestirn fest in unser Programm. Und auch in diesem Jahr lieferten die Schmetterlinge ab.

    Das Dreigestirn, bestehend aus Bauer Christoph Schröder, Jungfrau Kristaps Gagainis und Prinz Michel Alexander Caltagirone von den Düsselnarren präsentierten ihren Sessionssong unterstützt von der phänomenalen Tanzgarde der DEG Ice-Flash Chearleader, die wie immer trotz der tiefen Decke im Bad ganz schön hohe Sprünge riskiert haben. Den Karnevalsorden der Schmetterlinge erhielten in diesem Jahr Marc Pojer, Guido Kullig und Stefan Schuster. Zum Dank erhielten alle Vereine von uns eine Spende für die Jugendarbeit. Vielen Dank für einen tollen Abend.

  • Bericht vom Heimatabend im Januar

    Bericht vom Heimatabend im Januar

    Zum ersten Heimatabend des Jahres stand in der Buscher Mühle das Thema wohnen auf der Tagesordnung. Zwei Initiativen haben sich vorgestellt: Das Bündnis bezahlbarer Wohnraum sowie die Inititive HB39.

    Bevor die zu Wort kamen, arbeitete Vizebaas Chrisitan Feies die Tagesordnung ab, drauf standen erfreuliche Punkte: Mit Detlef Böhnke und Kerstin Behrens wurden gleich zwei neue Mitglieder aufgenommen und mit dem Jongeslied begrüßt. Kerstin Behrens ist die zweite Frau als reguläres Mitglied. Anschließend eröfffnete der Vizebaas das Buffet, denn traditionell gibt es im Januar Blutwoosch en dr Möhl.

    Dann kamen die Referenten zu Wort. Überthema des Abends waren der knappe Wohnungsmarkt, hohe Mieten und die zuletzt in die Schlagzeilen geratenen Praktiken von Vermietern vor allem in Golzheim.

    Zunächst stellten Frau Hillebrand und Herr Müller-Hillebrand die Initiative HB39 vor, die sich gegen den Bau zweier Hochhäuser an der Hans-Böckler-Straße wehrt. Sie befürchten mehr Verkehr, steigende Mieten, Verschattung durch einen 120 Meter hohen Büroturm und sagen, es gäbe zu viel Büroleerstand in der Stadt, so dass man die Häuser nicht brauche. Im März planen sie einen Rundgang durchs Viertel. Wir bleiben dran und werden beim Bauherrn, der Firma „die Developer“, nachhören, was sie zu den Vorwürfen sagen. Es besteht dort Interesse, selbst zu einem Heimatabend zu kommen.

    Anschließend berichtete das Bündnis bezahlbarer Wohnraum aus seiner alltäglichen Arbeit. Klaus Hübinger, Evi Mahnke, Laura Knapp, Matthias Rieß und Chris Wöstemeyer waren in die Mühle gekommen. Das Bündnis ist eine lose Zusammenkunft betroffener und interessierter Personen und Organisationen. In den vergangenen Wochen war es mehrfach in den Schlagzeilen, weil Vermieter versuchen, Mieter auf der Bankstraße, der Mauerstraße oder der Seydlitzsstraße aus ihren Wohnungen zu bekommen. Entmietung heißt das und Betroffene haben sich im Bündnis zusammengeschlossen, das unter anderem von fiftyfifty organisiert wird.

    Das Bündnis beklagt:
    – Mieten steigen derzeit stark an (tlw. um etwa 32 Prozent)
    – Beim Verkauf von unvermieteten Wohnung sei deutlich mehr Gewinn als durch Vermietung
    – Der berechnete Bedarf sei 4.700 bezahlbare/leistbare Wohneinheiten pro Jahr, erfüllt werde etwa 10 Prozent

    Dann erzählten Mieterinnen und Mieter aus der Praxis, wie mit ihnen umgesprungen wird. Mona und Paule, beide über 80, leben seit 15 Jahren auf der Bankstraße. Von 50 Wohnungen in ihrem Haus seien noch 12 bewohnt. der Vermieter ekele die Mieter raus. Sie haben über 100 Bewerbungen auf andere Wohnung geschrieben, werden aber aufgrund ihres Alters nicht genommen. Einen Kredit zur Finanzierung einer Eigentumswohnung bekommen die beiden nicht mehr. Vielen Mieter*innen etwa an der Mauerstraße gehe es ähnlich.

     

  • Heimatabend mit dem Nikolaus

    Heimatabend mit dem Nikolaus

    Zusammenhalt, Anerkennung, Gemeinsamkeit! Wer wissen will, wofür die Derendorfer Jonges stehen, kann den Heimatabend im Dezember als Blaupause nehmen. In der pickepackevollen Mühle erlebten die anwesenden Jonges und einige Damen einen tollen Dezember-Heimatabend mit einem ebenso pickepackevollen Programm. Danke sagenstand ebenso auf der Tagesordnung wie der Referent, die Jubilarehrung und eine weihnachtliche Tombola.

    Als Referent hatte sich unser Gast aus Myra auf den Weg gemacht. Und der Nikolaus erreichte die Buscher Mühle gerade rechztzeitig, nachdem Baas Piet Keusen die Vereinsangelegenheiten abgeschlossen hatte. Und der der heilige Mann hatte einen Sack voller Geschenke dabei. Geschenke für die Jonges und Mädels, die den Verein im Jahr 2024 auf besondere Art und Weise unterstützt hatten. Michael Riemer spielte die Paraderolles des Nikolauses wie immer liebevoll. Er hatte kaum Rügen aber vor allem viel Lob für die Derendorfer Jonges in seinem goldenen Buch. Lob etwa für den ehemaligen Baas Martin Meyer, der einen lautloen Übergang im Vorstand geschafen hatte, oder Lob für die tolle Hilfe beim Verteilen des Derendorfers, beim Mühlentag, beim Familienfest an der Buscher Mühle oder wann immer der Heimatverein Hilfe benötigt hatte.

    Und alle bekamen Geschenke. Jeder Anwesende bekam einen leckeren Weckmann von der Hercules Bäckerei und die Getränke des Abends gingen danke Spenden auf Adolf Zinn, Wolfram Overkott, Dagmar Gatzen und Martin Gras. Aber der Nikolaus hatte noch mehr: einen Glühweingutschein und ein Präsent der Münster Apotheke erhielten anwesenden Helferinnen beim Mühlenfest: Barbara Materne-Blunk, Renate Eckmanns, Dagmar Gatzen, Birgit Kuske, Ute Nürnberg und Brigitte Zowislo. Für die fleißigen Organisatoren beim Martinszug hatte der Nikolaus Killepitsch im Sack: Leider konnten Carlos Oliviera, Manuel Nels und Guido Kullig das Präsent nicht persönlich entgegen nehmen, das übernahm Cheforganiator Christian Feies. Für die Verteilung des Derendorfers erhielten Paul Lohmann, Manfred Hebenstreit, Theo Herbrich und Dagmar Gatzen ebenfalls eine Flasche Killepitsch. Die bekamen auch Ernst Dominick, der Hüter des Jonges-Archives an der Schwerinstraße, Manfed Hebenstreit für seinen tollen Einsatz beim Mühlentag und Ralph Hasenholz-Clever, der sic beieinigen Bauprojekten an der Buscher Mühle tatkräftig eingebracht hat. Mit großen Applaus endete dann die Danksagung. Denn zum Abshcluss wurden noch Brigitte Zowislo und Paul Lohmann verabschiedet, die sich in den letzten Jahren liebevoll um die Buscher Mühle gekümmert haben. Ende des Jahres gehen die beiden mit ihren über 80 Jahren in den verdienten Ruhestand. Wir bedankten uns für den tollen Einsatz mit zwei Urkunden im goldenen Rahmen sowie mit einem Präsentkorb.

    Danach ging es mit Ehrungen weiter. Wie zechneten verdiente Mitglieder us. Insgesamt gab es 2024 zehn Jubilare, aus verschiedenenen Gründen konnten nur drei ihre Urkunde und Ehrennadel persönlich in Empfang nehmen. Für 40 Jahre Mitgliedschaft im Heimatverein erhielt Volker Schmitz eine Urkunde und die Goldene Ehrennadel mit Brillant, für 30 Jahre Mitgliedschaft bekam Ernst Dominik die golene Ehrennadel und eine Urkunde und Baas Piet Keuen überreichte Klaus Mundt die silberne Ehrennadel für 20 Jahre Mitgliedschaft im Vereinn.

    Die Jubilare Josef Vogelsang (50 Jahre), Peter Stachulla (40 Jahre), Oswald Redding (30 Jahre), Gerhard Baumann (30 Jahre), Wolfram Overkott (30 Jahre), Peter Barisic (20 Jahre), Marcus Reffgen (20 Jahre), Markus Schmtz (20 Jahre), Gernot Schindler (20 Jahre) und Manfred Caspari (20 Jahre) erhalten ihre Ehrennadel und Urkunde später.

    Zum Abschluss gab es dann die große Tombola, bei denen als Hauptpreis vier Hexenhäuser der Hercules-Bäckerei verlost wurden. Neben vielen Weckmännern gab es noch einige tolle Preise. So spendete Manfred König Gutscheine für die renovierte Mr.-Wash-Waschanlage an der Münsterstraße, Mertens Männersachen steuerte drei paar Weihnachtssocken bei, es gab Glühweingutscheiine für den Münsterplatz-Weihnachtsmarkt von Paul Maus, Büchersets aus dem Archiv. Die Glücksfeen Dagmar Gatzen und Brigitte Zowislo verteilten die Preise und der Abend klang gemütlich aus.

  • Heimatabend im November

    Heimatabend im November

    Mit dem Heimatabend im November haben wir uns prächtig auf die neue Karnevalssession eingestimmt. Unser Gast war nämlich eine Woche vor dem 11.11. ein echter Prinz und darüber hinaus ein sehr guter Bekannter. Manuel Nelz war in der vergangenen Session Prinz des Dreigestirns der KG Schmetterlinge, ist vielen im Verein aber als Mitglied und Bettler beim St.-Martinszug bekannt.

    Und so ging es gleich ohne großes Beschnuppern los. Manuel berichtete von seiner Zeit im einzigen Dreigestirn Düsseldorfs. Was als witzige Idee beieiner Sitzung der KG Schmetterlinge entstanden ist, hat sich inzwischen etabliert. Das Trio aus Jungfrau, Bauer und Prinz ist inzwischen fester Bestandteil des Düsseldorfer Karnevals. Vorgestellt wird das Dreigestirn traditionell am 1. Januar. Und da fangen die Herausforderungne an. „Ich wusste bis kurz vor der Vorstellung nicht, mit wem ich die nächsten Wochen verbringen werde“, so Nelz. Der einzige, der das weiß, ist Kurt Fenn, der Vorsitzende der KG Schmetterlinge. Aber der kann offensichtlich ein Geheimnis gut bewahren. Selbst beim einsingen des Sessionsliedes im Tonstudio sind sich Bauer Stefan, Jungfrau Denise und Prinz Manuel nicht begegnet. Keiner wusste vom anderen.

    Und selbst kurz vor der Vorstellung wusste niemand bescheid. Die Präsentation findet traditionell in der Mertensgasse in der Altstadt gegenüber der Kneipe „Ludwigs Bier und Brot“ statt. Gegenüber tritt das Dreigestirn gegen 20 Uhr ans Fenster. „Wir haben uns da zum ersten Mal getroffen“, berichtete Manuel Nelz, „aber wir haben gleich gemerkt, das passt.“ Gut so! Und so begann eine kurze aber intensive Session. „Zu kurz“, so Manuel, „wir haben uns so gut verstanden, es hätte durchaus noch ein bischen länger gehen können.“ So aber waren es von Vorstellung bis Aschermittwoch genau 45 Tage. Vollgepackt mit Auftritten, Sitzungen und wunderbaren Begegnungen. Wie der in Köln, als das Dreigestirn mit Düsseldorfer Stadtwappen auf der Brust für Aufsehen gesorgt hat und die Domstadt-Jecken das Trio am Ende mit dreimal Düsseldorf Helau verschiedet haben.

    Manuel plauderte locker aus dem Nähkästchen, im wahrsten Wortsinn. Denn in sein Kostüm sind gleich zwei Reißverschlüsse eingenäht, so dass es verschieden gebauten Prinzen passt. Aber das kann auch mal für Ärger sorgen. „Einmal hat mir jemand den falschen Reißverschluss zugemacht und plötzlich fiel das Sitzen schwer. Ich dachte, so viel kann ich doch gar nicht zugernommmen haben.“ Groß war die Erleichterung, dass es am Reißverschluss lag.

    Wie es jetzt weiter geht? „Großer“ Prinz zu werden, darauf hat Manuel Nelz keine Lust. Aber er bleibt dem Karneval auf jeden Fall verbunden. Dem neuen Dreigestirn der KG Schmetterlinge will er als Betreuer und Anprechpartner in der kommenden Session zur Vefügung stehen. Wer das wird? Auch Manuel wird das erst am 1. Januar erfahren.

    Die knapp 30 anwesenden Jonges, darunter drei Gäste, die gleich einen Mitgliedsantrag ausgefüllt haben, bedankten sich mit Applaus und freuten sich sogleich auf ein schnelles Wiedersehen mit Manuel. Der gab nämlich vier Tage später wieder den Bettler beim Martinszug: „Für Ehrenamt bin ich immer zu haben.“

  • St. Martin zog durch Derendorf

    St. Martin zog durch Derendorf

    War das wieder ein fantastischer Abend in Derendorf! Mehr als 2000 Kinder und Erwachsene sind mit uns von der Ottweiler Straße bis zum Frankenplatz gezogen und haben den Abendhimmel mit ihren Laternen erleuchtet. Wir danken unseren beiden St-Martins, Ritter Baart, Bischof Axel, Bettler Manuel, den vier Ritter-Damen und den 30 Musikern, die den Zug zu einem tollen Erlebnis für groß und klein gemacht haben. 

    Mehr als 2000 Kinder und Erwachsene aus den Schulen Justus-von-Liebig-Realschule, KGS Essener Straße, Thomasschule, den Kindertagesstätten Metzer Straße, integrative Kindertagesstätte der Lebenshilfe am Spichernplatz und der Kita Kreuzkirche unterwegs. und haben danach die Mantelteilung auf dem Frankenplatz verfolgt – wunderbar erzählt von Pfarrvikar Peter Stelten aus der katholischen Kirche Derendorf-Pempelfort.

    Die Schulen und Kitas haben vom Heimatverein Derendorfer Jonges zusätzlich 70 große Weckmänner der Hercules-Bäckerei an der Ulmenstraße gespendet bekommen, damit im Unterricht das Teilen am essbaren Beispiel thematisiert wird. 

    Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben. Um nur einige zu nennen: Danke an unseren Martinszug-Cheforganisator Christian Feies, Carlos Oliviera, an St. Martin Bart, an Bettler Manuel, an Bischof Axel, Jens Szczygielsk, von Atlive für die Beschallung, den Ortsverband Düsseldorf des Technischen Hilfswerks, die Polizei, die Rheinbahn, das Rote Kreuz, die Stadt sowie an die vielen freiwilligen Helfer und auch an die Eltern und Schüler, die beim Aufbau und beim Aufräumen geholfen haben.
     
    Dazu danken wir der Bezirksvertretung 1, der Heinz und Hildegard Schmöle Stiftung, der Kreissparkasse, der Stadtsparkasse, der Hercules-Bäckerei und allen anderen Spendern und Unterstützern für, diesen tollen Abend möglich gemacht zu haben.



  • Heimatabend mit den Schützen

    Heimatabend mit den Schützen

    Traditionen müssen gepflegt werden. Gerade in Vereinen. Aber manchmal müssen sie auch angepasst werden, damit sie erhalten bleiben. So haben wir es jetzt gemacht. Normalerweise haben wir den Sankt Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Derendorf von 1655 direkt nach dem Schützenfest eingeladen. Diesmal haben wir das Treffen auf den Oktober verschoben, um ausgeruhter miteinander sprechen zu können und die gute Partnerschaft beizubehalten.

    Der Plan ging auf! In der Buscher Mühle fand ein reger Austausch zwischen den Vereinen statt und es gab Gelegenheit, sich untereinander kennnenzulernen. So waren etwa 30 Mitglieder der Derendorfer Jonges in der Mühle, dazu der neue Regimentskönig Frank Tups mit seiner Königin Anna, Jungschützenkönig Justin, Geschäftsführer Heiko Fühles, der 2. Geschäftsführer Rolf Hebing sowie Oberst Jürgen Pagel. 

    Dann gab es eine schnelle Einführung ins Schützenwesen. Der neue Regimentskönig Frank Tups berichtete aus den ersten Monaten seiner Regentschaft, wie er den Entschluss gefasst hatte, auf den Königsvogel zu schießen und was eigentlich seine Frau dazu gesagt hat. „Vor dem letzten Schuss sah es ganz gut aus für mich“, erinnert er sich, „da bin ich zu meiner Frau gegangen und habe gefragt, willst du das wirklich.“ Sie wollte und der Vogel fiel. So richtig realisiert hat Frank Tups seinen Sieg aber erst Wochen später. Seitdem verbringt er seine Wochenenden im Brauchtum, besucht Schützenfeste, Krönungsbälle und folgt Einladungen anderer Vereine. So wie an diesem Abend. Anschließend stellten er und Jungschützenkönig Justin ihre Wohltätigkeitsaktion vor und verkauften ihre Spendenbuttons. Beide sammeln für die „Kinderschutzambulanz“ der Sterntaler Düsseldorf.

    Danach berichtete Geschäftsführer Heiko Fühles aus dem Alltag eines Schützenvereins. „Ich habe viele Parallelen zu den Jonges festgestellt“, sagt er, „unsere Vereine ähneln sich sehr.“ Neben dem Höhepunkt, dem Derendorfer Schützenfest, ist der Sankt Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Derendorf von 1655 das ganze Jahr über aktiv, pflegt das Brauchtum, kümmert sich um wohltätige Zwecke in den Stadtteilen Derendorf, Golzheim, Pempelfort, Mörsenbroich und Düsseltal. Das ist Tradition im Schützenwesen. Wobei das Wort Schützenverein tatsächlich vom Wort „beschützen“ kommt und nicht vom „schießen“.

    Dann wurde es gemütlich. Die Jonges hatten in der Mühle den Grill angeworfen. Ein großer Dank an Guido und Carlos, die sich als Grillmeister verdient gemacht haben und an Dirk, der sich um die Getränke gekümmert hat. Ein Dankeschön diesmal als Blumenstrauß gab es auch für Brigitte Zowislo, die Salate gespendet und zudem Geburtstag gehabt hatte. Danach berichtete Vizebaas Christian Feies von Stand der Vorbereitungen für den großen Martinszug am 8. November. Kurzfazit: Es läuft alles nach Plan. Es fehlen lediglich noch ein paar ehrenamtliche Helfer für Aufbau,  Weckmannverteilung und Zugsicherung. Wer uns unterstützen möchte, meldet sich bitte beim Vorstand.

  • Heimatabend im September

    Heimatabend im September

    Beim Heimatabend imSeptember fühlten sich viele Jonges wie in der Schule. Das lag an unserer Referentin Anja Lehmann. Die Schuleiterin des Leibniz-Montessori-Gymnasiums hielt einen spannenden Vortrag über Schule heute, stellte das Montessori-Konzept vor und berichtete lebhaft aus dem Alltag des Gymnasiums in Pempelfort. Obs die Erfahrung als Lehrerin war? Selten waren die Jonges so ruhig und meldeten sich mit Handzeichen…

    Zum Auftakt des Heimatabends ließ Baas Piet Keusen noch einmal den vergangenen Monat Revue passieren, in dessen Mittelpunkt natürlich das wunderbare Familienfest an der Buscher Mühle stand. Es gab viel Lob für den ehrenamtlichen Einsatz und die Organisation des Festes. Der Tenor: Es war gute Werbung für den Heimatverein.

    Danach richtete sich der Blick in die Zukunft: Dort wartet mit dem Martinszug am 8. November die nächste große Aufgabe. Vizebaas Christian Feies berichtete, dass die Planungen laufen, Musik und Pferde bereits bestellt seien und auch die Genehmigungen beantragt. Deshalb folgte noch einmal der Aufruf nach ehrenamtlicher Hilfe. Nachdem Vorstandsmitglied Michael Mertens eine Runde zum runden Geburtstag ausgegeben hatte, ging es zum höhepunkt des Abends. Schulleiterin Anja Lehemann berichtet aus dem Alltag am Leibniz-Montessori-Gymnasum, der anders läuft als an anderen Stunden. Dort gibt es etwa zwei Schulstunden täglch, die die Schüler frei gestalten können. Sie müssen zwar Aufgaben erledigen, können die sogenannten Module aber selbst wählen. Das fördere die Selbstständigkeit. Schüler und Schülerinnen würden sich zudem gegenseitig helfen, wenn es Fragen oder Probleme gebe. Das sei das Montessori-Konzept.

    Es entwickelte sich eine spannende Frage- und Antwort-Runde zum Thema Schule im Jahr 2024. Nach anderthalb Stunden bedankte sich der Baas mit der Ehrengabe der Derendorfer Jonges bei Schulleiterin Anja Lehmann.

    Der nächste Heimatabend findet am 14. Oktober in der Buscher Mühle statt. Dort besuchen uns die Derendorfer Schützen.

  • Tolles Familienfest

    Tolles Familienfest

    Das war ein tolles Familienfest. Am 31. August haben wir rund um die Buscher Mühle eine tolle Party mit etwa 600 Besuchern gefeiert. Viel ehrenamtliches Engagement hat zum Gelingen des Festes beigetragen.

    Schon morgens um acht waren die ersten Helfer vor Ort und haben mit dem Aufbau begonnen. Um 12 war dann alles angerichtet und mit der Musik von DJ Werner ging es los. Und pünktlich zur Mittagszeit trafen auch die ersten Besucher ein. Um 14 Uhr war es voll, wie lange nicht, besonders im Innenhof der Mühle bildeten sich lange Schlangen, weil Zauberer Charlie Martin sein Programm für die Kinder zeigte. Für die war zudem im Innenhof Spielzeug bereit gelegt, Künstlerin Cornelia Wendel hat im Mühlenpark das Märchen vom kleinen Wassermann aufgehängt und mit Kindern gebastelt.

    Auch für Erwachsene war einiges geboten: Die Achim Frank Band heitzte mit tollen Coverversionen ein, Alt Schuss spielte seine besten Lieder, zwischendurch gab es einen tollen Auftritt der Tanzsportgarde Düsseldorf. Lob gab es zudem für das Essen von Herbert Neukirchen und den Service, der von den Mitgliedern der Derendorfer Jonges wieder ehrenamtlich gestellt wurde.

    Aber auch die Mühle, um die es beim fest ja ursprünglich ging, wurde durch eine tolle Führung von Manfred Hebenstreit in den Mittelpunkt gerückt. Am 30. August findet das nächste Familienfest statt.

  • Wackerbarth beim Heimatabend

    Wackerbarth beim Heimatabend

    Der Kultursommer bei den Heimatabenden der Derendorfer Jonges war ein voller Erfolg! Nach dem interessanten vortrag von Düsseldorf-Fotograf Markus Luigs war im August der Derendorfer Fotokünstler Horst Wackerbarth im Brauhaus am Dreieck zu Gast und hat die 27 anwesenden Jonges mit seinem mitreißenden Vortrag rund um sein Projekt „Das Rote Sofa“ begeistert.

    in Vertretung für den urlaubenden Baas hatte Vizebaas Christian Feies den Heimatabend im Bad bei sommerlichen 28 Grad eröffnet. Es war ein heißer Sommmertag und einige hatten wegen der Temperaturen auf den Besuch des Heimatabends verzichtet. Sie sollten etwas verpassen.

    Zunächst einmal zwei Freigetränke, denn zwei Geburtsagskinder haben sich für die Glückwünsche mit einer Runde bedankt. Ernst Dominick war im Juli 90 Jahre alt geworden, Heiko Brandenberg 80. Auch an dieser Stelle noch einmal alles Gute. Nach einigen organisatorischen Dingen rund um das Familienfest an der Buscher Mühle und kurze Informationen zur Erneuerung der Orgel der St. Dreifaltigkeitskirche ging es in den Hauptteil des Abends. Den Vortrag von Horst Wackerbarth. Der 74 Jahre alte Fotokünstler lebt und arbeitet er seit 1984 als freiberuflicher Fotograf in Düsseldorf. Er hat sein Atelier an der Roßstraße, gleich um die Ecke unserer Geschäftsstelle.

    Die Jonges waren regelrecht gebannt von dem Vortrag und den Bildern von Horst Wackerbarth. Er zeigte mehrere Motive auf der großen Leinwand. Die „Red Couch“ dient Wackerbarth als „roter Faden“. Von 1979 bis 2021 entstanden mehr als 1.100 Porträtarbeiten in 40 Ländern auf vier Kontinenten. Über 1.000 Menschen haben auf der Roten Couch Platz genommen und die universellen Lebensfragen, die Wackerbarth seinen Protagonisten stellt und mit Video aufzeichnet, in 50 Sprachen beantwortet. Bis heute nahmen viele Hundert Menschen zum Portrait auf ihr Platz, darunter Prominente wie Peter Ustinov, Michail Gorbatschow oder Steve Jobs.

    Spannend, dass den Künstler die Geschichten und Bilder der „einfachen“ Menschen, Tiere oder Natur allerdings mehr inspirierte als die Prominenten. Diese waren zwar wichtig für das fortbestehen des Projektes weil darüber die größeren Einnahmen generiert wurden aber die Botschaft die er senden möchte dreht sich eher um soziale Themen und Zerstörung der Natur (Klimawandel) durch den Mensch.

    Einige Exemplare des Roten Sofas gingen bei Unglücken verloren, etwa bei einem Schiffsmanöver über Bord oder durch Feuer. Inzwischen, seit 1996, ist das vierte Exemplar in Gebrauch, das beim Einsatz – etwa im Gehege wilder Zootiere – zwar schon schwerst beschädigt, aber anschließend neu gepolstert und komplett wieder hergestellt wurde

    Am Ende gab es großen Applaus, ein Zuhörer lobte den Vortrag gar als das beste, das er je bei einem heimatabend gehört hat. Auch dafür gab es Zustimmung und den Wunsch nach einem zweiten Vortrag, eventuell in der Buscher Mühle. Wer nicht da war, der hatte wirklich etwas verpasst.

  • Bericht vom Heimatabend

    Bericht vom Heimatabend

    Der Heimatverein Derendorfer Jonges hat den Kultursommer eingeläutet. Zwei hochkarätige Referenten haben und werden die Heimatabende im juli un august bereichern. Den auftakt hat Fotograf Markus Luigs gemacht, der uns seine Düsseldorfer Perlen vorgestelllt hat. im august wird Horst Wackerbarth über sein rotes Sofa referieren, auf dem schon hunderte interessante Persönlichkeiten posiert haben. Der Heimatabend im Juli begann mit einem Besuch von Nachbarn. Ulrike Hora, seit April Vorsitzende des Bürgerverreins Moersenbroich, hat sich und ihren Verein vorgestellt und mit den Derendorfer Jonges mögliche gemeinsame Aktionen besprochen. Anschließend wurden Vorbereitungen für die anstehenden Veranstaltngen getroffen. Die neuen Vereins-Polohemden sind in Arbeit. Wer möchte, kann Muster anprobieren. Entweder beim nächsten Heimatabend oder bei Mertens Männersachen auf der Schwerinstraße. Unser Vorstandsmitglied Michael Mertens koordiniert auch die Bestellungen.

    Dann kam Markus Luigs. Der Fotograf stammt aus Solingen, kam fürs Studim nach Düsseldorf und ist geblieben. Lange hat er in Derendorf gelebt, wohnt nun aber in flingern. Bekannt wurde Markus Luigs durch seine „Düsseldorfer Perlen“. inzwischen sind zwei Bildbände erschienen, der erste ist schon komplett vergriffen. Darin zeigt er seine Sicht auf die Stadt, interessante Persektiven und spannende Momente. Auch aus Derendorf, Pempelfort und Golzheim. Markus Luigs sieht sich dabei nicht als typischen Street-Fotografen: „Ich fotografiere nur ganz selten Menschen.“ Dafür Gebäude mit Wiedererkennungswert.

    So entwickelte sich beim Heimatabend ein munteres Ratespiel, wo sich welches Motiv befand. Da wurde zum Beisiel ein Bild vom Kraftwerk-Konzert im Ehrenhof, eines der Horten-Fassade an der Graf-Adolf-Straße, eines von der ehemaligen Moschee an der Ratherstraße gezeigt. Der alte Derendorfer Güterbahnhof. Vieles, was er fotografiert hat, gibt es heute nicht mehr. „Darüber denke ich nicht nach, wenn ich ein Motiv sehe.“ Sein mit Abstand beliebtestes Motiv: Das Fortuna-Büdchen am Rheinufer. „Das wird ganz oft gekauft und verschenkt“, sagt Luigs, „manchmal sogar als Geschenk zur Kommunion.“ Damit hatte er nicht gerechnet, als er es früh morgens aufnahm, damit keine Menschen auf dem Foto sind.

    Dieses Foto war geplant, die meisten sind es nicht. Oft entdeckt Markus Luigs seine Motive spontan. Etwa beim aussteigen aus der U-Bahn oder beim Spaziergang durch die Stadteile. Nicht immer hat er seine Kamrea dabei, oft zückt er einfach sein Handy. Er fotografiert lieber Orte mit Charakter als Wahrzeichen in Hochglanz. Der Fernsehturm etwa ist nur einmal auf seinen Fotos zu sehen, unbeteiligt im Hintergrund. Zum Abschluss schenkte uns Markus Luigs noch zwei seiner Bücher für das Archiv. Vielen Dank für einen tollen Vortrag!

    Der nächste Heimatabend findet am 12. August ab 19 Uhr im Brauhaus am Dreieck statt. Als Referent des Abends hat Fotograf Horst Wackerbarth zugesagt.